Versprechen, die niemals gebrochen werden dürfen - Autobiografie - Sun Myung Moon - Mein Leben für den Weltfrieden

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- Kapitel 5 - Liebevolle Familien können die Welt verändern -



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Versprechen, die niemals gebrochen werden dürfen


Während des Matchings (Partnervorschlag) und der Hochzeitszeremonie bitte ich die Bräute und Bräutigame darum, einander ein Versprechen zu geben, das niemals gebrochen werden darf. Erstens müssen ein Mann und eine Frau einander immer vertrauen und einander lieben. Zweitens dürfen sie dem Herzen ihres Partners keinen Kummer bereiten. Drittens müssen sie ihre Kinder und Enkelkinder lehren, sexuelle Reinheit zu bewahren. Viertens müssen alle Familienmitglieder einander helfen und sich gegenseitig ermutigen, damit sie eine wahrhaft ideale Familie werden. Keuschheit vor der Ehe und Treue in der Ehe sind von äußerster Wichtigkeit. Das lehre ich, damit die jungen Leute ihr höchstes Potential als Menschen entfalten und gesunde Familien schaffen und bewahren können.


Die Hochzeit ist mehr als ein einfaches Zusammentreffen von Mann und Frau. Sie ist eine wertvolle Zeremonie und ein Versprechen, Gottes Schöpfungswerk fortzusetzen. Die Ehe ist der Weg, auf dem ein Mann und eine Frau eins werden, neues Leben schaffen und wahre Liebe verwirklichen. Durch die Ehe wird eine neue Zukunft erschaffen: Gesellschaften werden gebildet, Nationen werden aufgebaut. Gottes Friedenswelt wird mit verheirateten Paaren im Mittelpunkt verwirklicht. Die Familie ist der Ort, wo Gottes himmlisches Königreich entsteht. Darum müssen Ehemänner und Ehefrauen Zentren des Friedens sein. Aber die Liebe darf nicht nur auf Mann und Frau beschränkt bleiben, sondern das Paar sollte auch seiner Großfamilie Harmonie bringen können. Es reicht nicht, dass Ehemann und Ehefrau in Liebe gut zusammenleben. Alle Verwandten müssen ebenfalls einander lieben. Ich rate Bräuten und ihren Bräutigamen, dass sie viele Kinder bekommen sollen. Vielen Kindern das Leben zu schenken und sie großzuziehen, ist ein Segen von Gott. Es ist unvorstellbar, dass Menschen nach eigenen Standards urteilen und willkürlich wertvolles Leben abtreiben, das ihnen von Gott geschenkt wurde. Alles Leben, das in diese Welt hineingeboren wird, verkörpert Gottes Willen. Alles Leben ist edel und wertvoll, darum muss man sich darum kümmern und es beschützen.


Natürlich müssen Mann und Frau gegenseitiges Vertrauen bewahren und ihrer Liebe Nahrung geben. Das Versprechen, das ich gegenüber Menschen, die sich auf die Ehe vorbereiten, am meisten betone, heißt: „Lehrt eure Kinder, sexuelle Reinheit zu bewahren.“

Es ist ein ganz einleuchtendes Versprechen, aber es ist schwierig geworden, es in unserer heutigen Gesellschaft zu halten. Je schlechter die Welt wird, desto wichtiger ist es jedoch, das Versprechen der sexuellen Reinheit strikt einzuhalten.

Die Vollendung des Menschen und der Frieden in der Welt kommen durch die Familie zu Stande. Der Zweck der Religion besteht darin, dass alle zu guten Menschen werden, die dann eine ideale Welt des Friedens hervorbringen. Wie sehr Politiker auch die Köpfe zusammenstecken mögen, sie werden keinen Frieden schaffen können. Eine bedrohlich wirkende Militärmacht wird keinen Frieden bringen. Der Anfangspunkt für Frieden ist die Familie.

Als ich 1971 in Amerika ankam, wehte der Geist des promiskuitiven freien Sex durch das Land und die gesamte Bevölkerung befand sich in einem Zustand der Verwirrung. Junge Leute, die eine ausgezeichnete Ausbildung erhalten hatten, wurden einer nach dem anderen zerstört. Sexuelle Unmoral war so allgegenwärtig, dass sie zur Norm wurde. Geschlechtskrankheiten breiteten sich mit rasender Geschwindigkeit aus.

Politiker, Akademiker und Klerus verschlimmerten das Problem. Sie wussten um dieses Problem, aber die meisten ignorierten es. Sie versuchten, vor der hässlichen Wirklichkeit die Augen zu verschließen, weil sie selbst ihre sexuelle Reinheit nicht bewahrt hatten. Menschen, die selbst sexuell nicht rein sind, können ihre Kinder nicht ermahnen, rein zu bleiben.

Der Zerfall der Sexualmoral unter den Erwachsenen zerstört Familien und führt zum Ruin der Kinder. Unmoral und Zügellosigkeit im persönlichen Leben der Erwachsenen zerstören letztendlich das Leben ihrer Kinder. Die Ursache, warum der Grad des Glücks, den unsere Gesellschaft heute erlebt, nicht gleichwertig ist mit dem ihres materiellen Überflusses, liegt in der Zerrüttung der Familien. Um Familien zu retten, müssen die Erwachsenen erst einmal selbst ein ordentliches Leben führen. Dann ist es möglich, Kinder zu sexueller Reinheit zu erziehen.

Die Mutter ist die Festung, die der Familie Schutz bietet. Wie sehr sich eine Gesellschaft auch verändern mag, eine Familie kann nur dann gesund und friedfertig dastehen, wenn die Mutter ein Herz der Hingabe und des Dienens besitzt. In einer solchen Familie können wunderbare Kinder aufwachsen. Wenn wir unsere Kinder erziehen, dann ist es von größter Wichtigkeit, was die Kinder in der Familie sehen und lernen. Eine Krabbe, die einen Seitwärtsgang hat, kann ihren Nachkommen nicht sagen, dass sie geradeaus gehen sollen. Die Eltern müssen ein gutes Vorbild vorleben. Wahre Kinder kommen aus wahren Familien. Wahrheit ist immer sehr einfach.

Der schwierigste Aspekt im Familienleben ist, die Kinder gut zu erziehen. Wir bringen sie in Liebe zur Welt und ziehen sie in Liebe auf, aber sie wachsen nicht notwendigerweise so auf, wie sich ihre Eltern das wünschen. Noch schlimmer ist es, dass unsere heutige materialistisch orientierte Gesellschaft den unschuldigen Geist der jungen Leute zerstört. Junge Menschen, die zu verantwortungsbewussten Erwachsenen heranwachsen sollten und Außergewöhnliches leisten könnten, gehen an Drogen verloren. Drogenvernebelte Zustände bewirken, dass diese Menschen die Verbindung zu ihrem eigenen Geist verlieren. Junge Leute, die ihren Geist verloren haben, verfallen der Kriminalität und der sexuellen Unmoral.

Während der Pubertät denken Kinder, dass sich alles um sie drehen sollte. Darum haben sie die Tendenz, gegen alles zu rebellieren, was ihre Eltern auch sagen. Wenn Eltern nicht verständnisvoll reagieren, kann es sein, dass sich das Kind extrem egoistisch verhält. Auf der anderen Seite kann ein Kind während der Pubertät sehr tief von irgendetwas berührt werden, das sein Herz anspricht. Eventuell sieht das Kind an einem Herbsttag eine Dattelpflaume von einem Baum fallen, der schon alle seine Blätter verloren hat. Das Kind kann es nicht erklären, aber irgendwie ist es im Herzen damit verbunden und es wird lächeln und Glück empfinden. Das ist ein Zeichen dafür, dass Gottes ursprünglicher Charakter in seinem Herzen wohnt.

Wenn sich Jugendliche aber auf sexuelle Beziehungen einlassen, dann trübt sich ihre Wahrnehmungsgabe und ihre Urteilskraft vermindert sich. Wenn sich ein Junge und ein Mädchen während der Pubertät treffen und miteinander zu sprechen beginnen, laufen sie möglicherweise rot an und ihr Herz beginnt schneller zu schlagen. Wenn in diesem Augenblick ihr Geist nicht mit Gottes Standard in Einklang gebracht wird, werden sie mit Sicherheit eine selbstbezogene Richtung einschlagen. Sie verlieren die notwendigen Mittel zur Kontrolle über ihre Körper.

Während der Pubertät öffnen unsere Zellen die Tore der Liebe weit, sowohl im physischen Körper als auch im Geist. Unser geistiges Verlangen und das Verlangen unseres Körpers sind dazu da, miteinander eins zu werden und gemeinsam zu funktionieren. Wenn unsere Nase sich auf Liebe einstellt, mögen wir auf einmal Gerüche, die wir früher gar nicht leiden konnten. Wenn sich unser Mund auf Liebe einrichtet, beginnen wir Geschmack zu finden an etwas, das wir früher gehasst haben. Wir möchten die ganze Nacht lang Liebesgeschichten hören. Wir möchten die Person, die wir lieben, immerzu berühren. Heranwachsende beginnen zu denken, dass sie glücklich werden können, wenn sie einfach eine Liebesbeziehung beginnen.

Aber Gott hat die Tore der Liebe erschaffen. Sie sollen sich nur öffnen, wenn die Zeit dafür reif ist. Kinder müssen verstehen, dass sie warten müssen, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Eltern müssen das ihren heranwachsenden Kindern ganz vorsichtig beibringen. Liebe ist ein Prozess, durch den wir Gott ähnlich werden können. Ganz gleich, was die Welt uns darüber sagen mag, Liebe ist nicht etwas, mit dem wir tun und lassen können, was immer uns gefällt.

Während der Pubertät kann ein Kind sich sehr bemühen, das nachzuahmen, was es in einem aufregenden Film gesehen hat. Die Leute fragen: „Was ist daran falsch?“ Es ist falsch, weil verantwortungsloses Handeln zerstörerisch ist. Wenn Kinder erwachsen werden und Weisheit und Wissen erlangen, können sie ihre sozialen Erfahrungen und ihre Umwelt beherrschen. Sie sind dann wirklich frei, das auch zu tun, aber noch nicht während ihrer Pubertät.

Warum sagen wir: „Gebt einem Kind kein Messer in die Hand“? Weil das Kind damit herumfuchteln würde. Das Kind mag verstehen, wie man mit einem Messer schneidet, aber es schneidet unkontrolliert. Das Kind mag sogar seiner Mutter in die Finger schneiden. Weil Kinder noch nicht vollständig die Konsequenzen verstehen, geben wir ihnen kein Messer in die Hand.

Die Kombination von Eltern, die ihren Kindern nicht den Wert der Reinheit vermitteln, und Kindern, die gegen ihre Eltern rebellieren, führt dazu, dass Familien auseinanderbrechen. Dann brechen auch Gesellschaften auseinander. Aus diesem Grund werden Nationen zerstört. Dadurch wird die ganze Menschheit zu Grunde gerichtet.




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