Herr über die Meere und die Zukunft der Welt - Autobiografie - Sun Myung Moon - Mein Leben für den Weltfrieden

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- Kapitel 7 - Die Zukunft Koreas und die Zukunft der Welt -



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Herr über die Meere und die Zukunft der Welt


Die Geschichte zeigt, dass eine Nation, die die Meere beherrscht, eine Weltmacht ist. Man denke an Großbritannien. Einst wurde es von Wikingern aus Norwegen und Schweden heimgesucht. Im 16. Jahrhundert, kurz nach ihrer Krönung, erkannte Königin Elisabeth I., dass Großbritannien alles verlieren könnte, wenn es nicht die Kontrolle über das Meer besäße. Sie stärkte die maritime Politik ihres Landes und durch ihren engagierten Einsatz wurde Großbritannien eine mächtige Seemacht. Sie mobilisierte Kapital und Technologie für den Bau von besonders seetüchtigen Schiffen, bemannte sie mit mutigen Seeleuten und sandte sie hinaus auf die Meere. Sie wussten nicht, was sie jenseits der Meere erwarten würde, aber sie riskierten dennoch ihr Leben und segelten hinaus. So kam es, dass Großbritannien, eine kleine Inselnation im Atlantik, Kolonien auf allen Kontinenten und Ozeanen in Besitz nahm und ein Weltreich errichtete.


Die westliche Zivilisation, ausgerichtet auf Großbritannien, erlebte eine enorme Entwicklung in Wissenschaft und Technologie. Mit Hilfe des Kompasses fuhren britische Schiffe an viele Orte auf der Welt. Die hochentwickelten wissenschaftlichen und technischen Kenntnisse gaben dem Land Fähigkeiten, mit denen es versuchte, die ganze Welt zu erobern.


Korea und der größte Teil des Ostens haben sich anders verhalten. Die Welt des Orients verwirft nicht den geistigen Aspekt auf der Suche nach materiellen Dingen. Wenn es einen Konflikt zwischen dem Materiellen und dem Geistigen gibt, würde der Osten eher auf das Materielle verzichten. Allgemein war das Leben im Osten schwieriger als im Westen, weil der Osten materiell nicht so weit entwickelt war. Im Westen wird der Geist jedoch nicht für immer von materiellen Dingen dominiert werden. Da eine völlig materialistische Zivilisation Zerfall bringt, präsentiert sich die Gelegenheit, vom mehr geistig orientierten Osten zu lernen.

Die Zivilisation entwickelte sich von Ägypten über Griechenland nach Rom und von dort nach Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Jetzt bewegt sie sich in die pazifische Region rings um die koreanische Halbinsel. Das Zeitalter einer pazifischen Zivilisation hat bereits begonnen und bringt die westliche Wissenschaft mit der östlichen Spiritualität in Verbindung. In diesem neuen Zeitalter werden Nationen wie Korea und seine asiatischen Nachbarn eine führende Rolle spielen. Es ist kein Zufall, dass Korea und Japan in kurzer Zeit zu internationaler Bedeutung aufgestiegen sind. Diese Entwicklung war historisch unvermeidbar und deutet auf das asiatische Zeitalter hin.

Die Vereinigten Staaten und Russland werden jedoch nicht tatenlos zusehen, wie unser Land mehr und mehr eine führende Rolle in der Welt einnimmt. Möglicherweise kann es in der Nachbarschaft von Korea zu einem großen Konflikt mit Beteiligung der Vereinigten Staaten, von Japan, Russland und China kommen. Dieser Möglichkeit müssen wir auf zweifache Weise entgegentreten.

Zuerst müssen wir ein starkes Band zwischen Japan und den Vereinigten Staaten knüpfen und dies mit Russland und China verbinden, um Korea zu schützen. Wie können wir das erreichen? Mit einer Philosophie und einem Herzen, die Einigkeit schaffen. Die einzige Philosophie, die Kriege zwischen Religionen verhindern und einen Weg hin zu einer friedlichen Welt öffnen kann, ist diejenige, die verkündet, dass die Menschheit jenseits von Rasse, Nationalität und Religion eins ist. Korea muss eine Philosophie der Einheit in die Welt pflanzen, um sich vor den Gefahren eines Krieges zu schützen.

Zweitens müssen wir uns auf das neue ozeanische Zeitalter vorbereiten. Die pazifische Ära steht vor der Tür. Wer den Ozean nicht beherrschen kann, kann keine führende Kraft im pazifischen Zeitalter werden. Wenn himmlischer Segen kommt und wir nicht darauf vorbereitet sind, können wir aus einer solchen Gelegenheit keinen Nutzen ziehen. Wenn wir aber wissen, dass ein ozeanisches Zeitalter beginnt, und wenn Korea eine Führungsrolle in diesem Zeitalter einnehmen möchte, dann muss Korea die notwendigen Vorbereitungen treffen.

Es gibt im Ozean mehr Ressourcen als nur Fische. Ein größerer Schatz ist seine Kapazität als Energielieferant. Da Rohölreserven versiegen werden, wächst die Sorge über Energiequellen für die Zukunft mit jedem Tag. Wenn es auf der Welt kein Öl mehr gibt, wird sich die Menschheit im Dunkeln wiederfinden. Versuche werden unternommen, aus Mais Energie zu gewinnen, aber dies scheint unrealistisch, wenn es noch nicht einmal genügend Nahrung gibt, um die Weltbevölkerung von heute zu ernähren.

Die wahre alternative Energiequelle ist der Ozean. Der Wasserstoff des Meeres wird in Zukunft den Energiebedarf der Menschheit decken. Zwei Drittel der Erdoberfläche ist Wasser. Das bedeutet, dass zwei Drittel der Rohstoffe, die die Menschheit für die Zukunft braucht, im Ozean enthalten sind. Eine neue Zukunft für die Menschheit kann ohne die in den Ozeanen enthaltenen Ressourcen nicht verwirklicht werden. Die hochentwickelten Länder gewinnen bereits Öl und Erdgas aus den Meeren und verkaufen sie zu hohen Preisen. Die Welt hat erst damit begonnen, die Ressourcen der Ozeane zu entdecken. Der Tag, an dem die Menschheit erkennt, dass sie von den Meeren abhängig ist, ist greifbar nahe.

Das Zeitalter der Ozeane wird nicht ohne menschliche Anstrengung beginnen. Wir müssen erst einmal auf die Meere hinausfahren. Wir müssen mit Booten hinausfahren und mit den Wellen kämpfen. Ohne solchen Mut können wir uns nicht auf das Zeitalter der Ozeane vorbereiten. Das Land, das die Meere bezwingt, wird zu einer dominierenden Macht auf der Welt werden und die Welt wird darauf brennen, seine Kultur und Sprache zu studieren. Korea muss der beste Sachwalter des Pazifiks werden. Es muss den Willen des Schöpfers verstehen und Seine Ressourcen gut verwalten.





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