UN-Globaler-Elterntag-2016 - Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung e.V. - Deutschland: FFWV Deutschland | FFWPU Germany

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Artikel

UPF fördert den Globalen Elterntag der Vereinten Nationen

UN Global Day of Parents 2016


"Die Bedeutung von Mutterschaft und Vaterschaft für eine integrale Entwicklung" lautete der Titel einer Tagung, die am 1. Juni 2016 bei den Vereinten Nationen von der Universal Peace Federation USA und der Ständigen Beobachter-Vertretung des Heiligen Stuhls bei der UNO organisiert wurde. Die Sprecher waren führende Experten und bekannte Autoren aus dem Bereich von Familie und Elternschaft.


Bei seinen Eröffnungsworten sprach Erzbischof Bernardito Auza, der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO, über die Aufgabe der Eltern als Vermittler von Werten wie Mitgefühl, Solidarität, Vertrauen, Respekt, Verantwortung, Bildung, Leistung etc., die für Weltbürger notwendig seien, um in einer harmonischen Gesellschaft leben zu können.

Erzbischof Auza bezog sich auf das kürzlich von Papst Franziskus veröffentlichte nachsynodale Schreiben „Amoris Laetitia“ (Freude der Liebe). Im Besonderen betonte er die Aussage des Papstes "Das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt." Der Papst hob die entscheidende Rolle der Mütter hervor, und sagte, dass ein authentischer Feminismus Mutterschaft nicht ablehnen sollte. Er meinte auch, dass das Schwächen der Gegenwart der Mutter mit ihren femininen Qualitäten unsere Welt in große Gefahr bringe. Mütter müssen wertgeschätzt werden, weil Mutterschaft ein Gegengewicht zur Verbreitung des selbstbezogenen Individualismus  darstellt. Umgeben von mütterlicher  Liebe und Mitgefühl kann ein Kind mit Urvertrauen heranwachsen und erfahren, dass es von der Welt geliebt und aufgenommen wird. Das hilft dem Kind Selbstvertrauen und Kapazität für Empathie aufzubauen.

Genauso sei die Vaterschaft, so der Erzbischof, entscheidend für die Erziehung eines Kindes. Durch den Vater werde das Kind fähig die Grenzen des Lebens zu erkennen und sich den Herausforderungen der Welt zu stellen, weil es lernt sich anzustrengen und etwas zu leisten. Der Papst wolle nicht, dass sich die Menschen auf die individuellen Aspekte von Vätern und Müttern konzentrieren, sondern auf ein harmonisches Miteinander zum Wohl ihrer Kinder. Die sich ergänzende Teamarbeit von Vater und Mutter schaffe Harmonie für die Kinder. Die Liebe von beiden, und die Liebe beider untereinander, schafft eine solide Grundlage für die Familie und die Zukunft der Kinder.

Dr. Thomas Walsh, Präsident der Universal Peace Federation, sprach über die Familie als "soziales Kapital", das "besser dargestellt werden müsse in Bezug auf seine schon existierenden Beiträge und auf sein noch zu wenig genütztes Potenzial Entwicklungen zu fördern."

Dr. Walsh sagte auch: "Bei unseren UPF Veranstaltungen sprechen wir oft von der Familie als 'Schule der Liebe'... Aber die Familie vermittelt und fördert durch die Eltern auch viele weitere Werte, Kapazitäten, Veranlagungen, Einstellungen und Fähigkeiten. Aus diesem Grund verdient Familie und Elternschaft, dass sie viel mehr miteinbezogen werden in die öffentliche Diskussion über die gesellschaftliche Entwicklung."

Nach den Eröffnungsworten der Veranstalter sprach Dr. Bradford Wilcox, Direktor des ‚National Marriage Projects‘ der Universität von Virginia, über 'Elternschaft im Übergang und die Konsequenzen für Familie und Gesellschaft'. Er sprach über das Familienleben in verschieden Teilen der Welt und zitierte Studien über das Zurückgehen der Elternschaft durch sinkende Fruchtbarkeit, fallende Zahlen stabiler Ehen durch Scheidung, dem Zusammenleben ohne Trauschein, außerehelichen Geburten und durch das Ansteigen von Haushalten Alleinerziehender. Bei jedem einzelnen Punkt  erklärte er genau, wie er die Wirtschaft beeinflusst sowie die gesamte Bevölkerung und den Erfolg des Kindes im weiteren Verlauf seines Lebens.

Ein weiterer Redner, Brian Caulfield, Direktor der "Fathers for Good Initiative of the Knights of Columbus (FathersForGood.org) sprach über die Bedeutung von Vaterschaft für Männer, Frauen, Kinder und Gesellschaft. Er stellte die Konsequenzen der Abwesenheit eines Vaters bei der Entwicklung eines Kindes heraus; außerdem das Thema der Vaterschaft, dass sie entbehrlich sei, wenn etwas in der Familie falsch laufe, wie es üblicherweise in den Medien dargestellt wird. Dieses Problem sollte auf nationaler Ebene diskutiert werden.

Die nächste Sprecherin war, Cheryl Wetzstein, die Verantwortliche für die Themen Familie und Soziales bei der Washington Times und ehemalige nationale Berichterstatterin über diese Themen. Sie sprach über das Thema "Die Bedeutung von Mutterschaft für Frauen, Männer, Kinder und Gesellschaft". Sie hob drei Hauptpunkte hervor: die Opferbereitschaft der Mutter während der Schwangerschaft, das Mutter-Sein als nachhaltige Erfahrung, weil der kognitive Teil des Gehirns im ersten Jahr nach des Gebärens positiv beeinflusst wird, und schließlich die emotionale Intelligenz, die eine Mutter entwickelt.

Dr. Meg Mecker, eine bekannte Kinderärztin, Autorin und Expertin für Elternschaft, sprach als nächste über "Die Stärkung von Männern, Frauen, Kindern und Gesellschaft durch das Zusammenwirken von Müttern und Vätern". Sie meinte, Eltern sollten den Blickwinkel der Kinder in Betracht ziehen. Als Fürsprecherin der Kinder machte sie klar, dass die Herausforderungen, denen Kinder heutzutage ausgesetzt sind, ganz anders seien im Vergleich zu früheren Zeiten, im Besonderen wegen den vielen Stunden, die sie täglich mit elektronischen Geräten verbringen. Sie ermutigte die Eltern darüber nachzudenken, wie die Kinder wohl über sie denken, und über diese Herausforderungen, denen die Kinder heute ausgesetzt sind.

Die letzte Rednerin war Dr. Deborah MacNamarra, eine Klinikanwältin am Neufeld Institut, Erzieherin und Autorin. Ihr Thema lautete "Elternschaft im digitalen Zeitalter". Sie sagte, es sei essentiell sich darüber im Klaren zu sein, was es bedeute, den Kindern nur ein einziges "Werkzeug" in dieser digitalen Welt zu überlassen. Auch meinte sie, dass es wichtig sei, die Kinder unter mehreren "Werkzeugen und Möglichkeiten" auswählen zu lassen. Das sei besser für die Entwicklung des Kindes. Sie hob hervor, dass die Eltern heute die Kinder anweisen sollten, wie sie richtig mit diesen "Werkzeugen oder Instrumenten" umgehen können.

Nach den Präsentationen der verschiedenen Sprecher/innen folgte eine Fragen- und Antwortrunde, woran sich die etwa 300 Teilnehmer sehr rege beteiligten.



Der englische Originaltext dieses Artikels kann hier nachgelesen werden
Übersetzung ins Deutsche von R. Bentele


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü