Drei Bereiche des menschlichen Lebens - Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung e.V. - Deutschland: FFWV Deutschland | FFWPU Germany

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Thema

Caspar David Friedrich, „Die Lebensstufen“

Die drei Bereiche des menschlichen Lebens -
wir werden zweimal geboren

von Johannes Stampf


An den Anfang meines Vortrages möchte ich eine Prognose über die mittelfristigen Perspektiven unserer Zivilisation stellen.


Eine unerschöpfliche Energiequelle


Es wird in absehbarer Zeit zwei Entwicklungen geben, die einerseits das materielle und andererseits das geistige Leben auf unserem Planeten auf eine ganz neue Grundlage stellen.

Als erstes möchte ich die Entdeckung einer unerschöpflichen und ungefährlichen Energiequelle erwähnen, die viele unserer technologischen und ökologischen Probleme der Gegenwart lösen wird. Viele Ursachen für politische und wirtschaftliche Konflikte, die oft auf die unausgewogene Aufteilung natürlicher Ressourcen zurückzuführen sind, können damit eliminiert werden.


Das parallele Universum


Noch dramatischer und einschneidender wird die zweite Entwicklung sein. Die Menschheit, die sich bisher vielfach auf diese materielle Welt, die wir mit unseren physischen Sinnen wahrnehmen, beschränkt sah, wird den Durchbruch zum Verständnis und der Erfahrung einer neuen Dimension schaffen.

Ich spreche von einer Dimension, die im allgemeinen Sprachgebrauch das Jenseits, oder auch die geistige Welt oder von aufgeschlossenen und fortschrittlichen Wissenschaftlern auch paralleles Universum genannt wird.


Das Zeugnis der Religionen


Es gibt jetzt verschiedene Möglichkeiten oder Wege, die Hypothese, dass es so eine Welt gibt, zu erhärten:
Zum einen die verschiedenen Religionen, die ausnahmslos in ihren Schriften und in ihren Riten die Existenz eines solche Bereiches, in dem ein Weiterleben nach dem physischen Tod möglich ist, bezeugen. Hier müssen wir fragen: können alle großen Weisheitslehrer und Religionsstifter, die diesen Glauben an eine jenseitige Welt teilen, in diesem Punkt irren? Wohl kaum.


Wir leben in einem polaren Universum


Zum zweiten: die logische Analyse der Welt in der wir leben: vom einfachsten bis zum komplexesten Lebewesen existiert alles in der Polarität von einer äußeren, sichtbaren Form und einem, nennen wir es, unsichtbarem inneren Wesen. Ob es der Geist des Menschen, der Instinkt der Tiere, das geheime Seelenleben der Pflanzen oder die physikalisch-chemischen Gesetzmäßigkeiten bei Molekülen und Atomen sind, eines steht fest – das Eigentliche und Wesentliche einer jeden Existenz scheint unseren physischen Sinnen verborgen – liegt also außerhalb der materiellen Wahrnehmbarkeit.

Ziehen wir doch eine Schlußfolgerung aus dieser Beobachtung: Wenn es eine Umgebung für den Körper gibt, die physische Welt, in der er existieren und sich entwickeln kann, sollte es da nicht auch eine geistige Welt geben, die sozusagen Lebensbereich und Nährboden für unseren Geist ist? Eine Welt, deren Energie in einer Frequenz schwingt, die sie für unsere physischen Sinne nicht erschließbar macht?


Erstaunliche Phänomene


Zum dritten: die zahlreichen Phänomene, über die in den Medien berichtet wird. Phänomene, die ein sehr starkes Indiz für die Existenz von Kräften und Erfahrungsmöglichkeiten sind, die unabhängig von unserem physischen Körper und dieser materiellen Welt auftreten können.

Stellvertretend sei nur eines dieser Phänomene erwähnt, das sogar einen eigenen Wissenschaftszweig entstehen hat lassen: die Thanatologie – die Lehre vom Tod bzw. den Phänomenen die mit Nahtodeserlebnissen verbunden sind.

Dies sind Phänomene, die aus allen Kulturen überliefert sind und von den Menschen betroffen sind, die gläubig und nicht gläubig, arm und reich, alt und jung sind. In Amerika sollen allein an die 4 Mio. Menschen derartige Nahtodeserfahrungen gemacht haben und dadurch zu der Überzeugung gelangt sein, dass der Tod nicht das Ende sondern bloß den Übergang menschlicher Existenz in einen anderen, neuen Bewußtseinszustand bedeutet.


Morphogenetische Felder


Als letztes möchte ich an dieser Stelle noch verschiedene Naturwissenschaftler erwähnen, die aufgrund Ihrer Forschungen und Beobachtungen zu dem Schluß gekommen sind, dass diese materielle Welt nur ein kleiner und nicht unbedingt der bedeutendere Teil unseres Universums ist.

Stellvertretend nenne ich hier den britischen Biochemiker Rupert Sheldrake, dessen Theorie von den morphogenetischen Feldern einfach ausgedrückt besagt, daß diese materielle Welt nur existieren kann, weil ihr ein ordnendes, geistiges Prinzip innewohnt. Sheldrake versucht bereits, die Existenz von Engeln, also von rein geistigen Wesenheiten, aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse plausibel darzulegen.

Religionen, Esoterik, Wissenschaft und verbreitet die alltäglichen Erfahrungen vieler Menschen arbeiten also Hand in Hand, um uns zu einem Verständnis und einer Erfahrungsmöglichkeit dieser geistigen Dimension zu verhelfen.


Das Leben in drei Welten


Im zweiten Teil meiner Ausführungen möchte ich eine faszinierenden und aufschlußreiche Betrachtungsweise des menschlichen Lebens im Hinblick auf unsere Existenz in drei Welten anstellen. Drei Welten – wie können wir das verstehen.

Die ersten 9 Monate unseres Lebens verbringen wir im Leib unserer Mutter. Ernährt durch die Nabelschnur sind wir vom Fruchtwasser umgeben.

Wenn wir von unserer nachgeburtlichen Existenz auf das Leben im Mutterleib zurückblicken, ist offensichtlich, was in dieser ersten Ebene unserer Existenz passiert. Wir werden auf das Leben in der physischen Welt vorbereitet. Unsere Organe bilden sich aus, so daß wir nach unserer Geburt selbständig in der Lage sind, unser Leben zu erhalten.

Nicht mehr das grobstoffliche Wasser im Mutterleib sondern die feinstofflichere Luft sind unser natürliches Lebenselement. Nahrung nehmen wir direkt auf und verarbeiten sie mit unserem Verdauungsapparat. Lunge, Darm und Magen werden während unseres Lebens im Mutterleib ausgebildet, um uns zum Leben in der physischen Welt zu befähigen. Findet dieser Entwicklungsprozeß nicht statt ist der Fötus im schlimmsten Fall eine Totgeburt oder seinem physischen Leben sind größte Einschränkungen auferlegt.


Geburt = Tod


Obwohl wir keine bewußte Erinnerung an unsere eigene Geburt haben, können wir uns vorstellen, dass dem Baby, welches das Licht der Welt erblickt, dieser Moment wie der letzte seiner Existenz erscheinen muß. Aus seiner bekannten und vertrauten Umgebung herausgerissen, kann es sich wohl kaum vorstellen, daß es noch ein anderes Leben gibt, ein Leben, daß nicht von der Enge und Begrenztheit des Mutterleibes bestimmt wird.
Die Tatsachen strafen aber seiner Skepsis Lüge: es beginnt nun in einer Welt zu leben, in der er ungleich mehr Entfaltungsmöglichkeiten hat als im Mutterleib. Der heranwachsende Mensch lernt, seinen Körper und mit diesem die natürliche Umgebung zu beherrschen und mit ihr in Beziehung zu treten. Wir leben mit anderen Menschen zusammen und damit eröffnet sich uns ein ganz neuer Bewußtseinsbereich: wir denken, wir fühlen, wir schmieden Pläne und haben Sehnsüchte. Wir bauen einen reichen Schatz an Erfahrungen auf, versuchen unser Potential zu entwickeln und auch im Leben anderer eine wichtige Rolle zu spielen.

Von frühester Kindheit an werden wir aber mit einer unumstößlichen Tatsache konfrontiert: Das Leben in dieser Welt mit diesem Körper ist endlich; unserem physischen Leben ist eine zeitliche Grenze gesetzt und dies empfinden die Menschen im allgemein als tragisch und oft ungerecht.


Max Lachnit, „Geburt und Tod“



Der physische Tod als Übergang


Vielleicht gelingt es uns aber, dieses Phänomen des Todes von einem ganz anderen Blickwinkel her zu betrachten.

Könnten wir den Tod des physischen Körpers nicht ganz anders einordnen, wenn wir uns bewußt sind, dass unser physisches Leben nicht die letzte Stufe unserer Existenz ist.

Würden wir dem Tod nicht gelassener entgegensehen, wenn wir davon überzeugt sind, dass das physische Leben eine Vorbereitung für eine viel grenzenlosere Existenz ist, als wir es uns jetzt überhaupt vorstellen können?

Überlegen wir doch einmal gemeinsam:
Im Mutterleibe bereiten wir uns durch die Ausbildung von Lunge, Magen, Darm usw. auf das physische Leben vor. Umgibt uns im Mutterleib Fruchtwasser, ist es in der physischen Welt Luft, die wir einatmen und zum physischen Leben brauchen.

Was ist dann die Hauptnahrung für unser geistiges Leben? Theologen, Philosophen und Psychologen sind sich in Bezug auf einen Punkt einig: das was den Unterschied zwischen einer erfüllenden, ja berauschenden und einer freudlosen und traurigen Existenz ausmacht, sind nicht in erster Linie Besitz, Macht oder Karriere sondern es ist ..... die Liebe.


Liebe als höchste Form der Energie


Könnte es also sein, dass das physische Leben einem ganz besonderen Zweck dient: nämlich ein „Organ“ zu entwickeln, damit wir schließlich in einer Welt existieren können, die nicht mehr von materiellen Gegebenheiten und physikalischen Gesetzen regiert wird, sondern von der feinstofflichsten und höchsten Energie, die wir kennen : der LIEBE: Wenn das Leben in der geistigen Welt eine natürliche Fortsetzung unseres physischen Lebens ist, so ist der Tod kein tragisches Ereignis; er ist vielmehr wie der Geburtskanal, durch den wir in eine höhere Bewußtseinsebene gelangen, in der uns die Grenzen, die uns der phys. Körper letztlich doch setzt nicht mehr daran hindern, unsere größten Träume und Ideale zu verwirklichen.

Das physische Leben dient dem Reifen unseres Geistes und sobald dieser losgelöst von seiner materiellen Hülle existieren kann, trennt er sich davon wie das neugeborene Baby vom Mutterkuchen.


Die „Tragik“ des Todes


Was macht den Tod in unserer momentanen Situation zu einem traurigen Ereignis:

Zwei Punkte: Wir verlassen unsere sterbliche Hülle zu einem Zeitpunkt, wo wir oft noch nicht eine entsprechende  geistige Reife erlangt haben, also gewissermaßen als geistige Frühgeburt, die sich in der geistigen Welt noch nicht wirklich zurechtfinden und dort agieren kann.

Zum zweiten sind unsere geistigen Sinne nicht in der Weise entwickelt (zumindest bei den meisten Menschen), als das wir die Einheit dieser beiden Welten erkennen und ganz natürlich erleben können.

Einen Verstorbenen empfinden heute viele Menschen als jemanden, den sie verloren haben, der unwiderruflich aus Ihrem Leben getreten ist, mit dem uns nur mehr Erinnerungen an frühere gemeinsame Zeiten verbinden.


Die geistige Welt wird zur Gewißheit


Ich habe eingangs eine Prognose gestellt: wir leben in dem Zeitalter in dem uns der Durchbruch zu dieser bisher fast unbekannten Dimension – der geistigen Welt gelingen wird.

Ich habe z. B. von Versuchen gehört, Maschinen und technische Geräte zu entwickeln, mit denen die Frequenzen, in denen die geistige Welt schwingt, gemessen werden können. Ich bin überzeugt, dass sich auf diesem Forschungsweg Erfolge einstellen werden.

Die Fähigkeit der Menschen im allgemeinen, die geistige Welt direkt zu erleben wird in starkem Maße zunehmen. Die daraus resultierende wachsende Gewißheit, dass es eine geistige Welt gibt, wird einen dramatischen Wertewandel zur Folge haben: Das physische Leben wird als Stadium, als Übungs- und Trainingsgebiet verstanden werden.

Wir werden verstehen, dass nicht in erster Linie die Anhäufung materieller Reichtümer unser zentraler Lebenszweck ist, sondern die Entwicklung unser geistigen und herzensmäßig-emotionalen Fähigkeiten. Den Tod beginnen wir mit ganz anderen Augen zu sehen. Er bildet dann den Abschluß einer wichtigen Lebensphase und gleichzeitig den Eintritt in eine neue Welt in der wir noch unermeßlich mehr Möglichkeiten haben, unserer Kreativität und unserem Verlangen nach Freude und Erfüllung Ausdruck zu verleihen als in unserem physischen Leben.

Für uns bedeutet das also: nicht den Tod verdrängen, nicht im angsterstarrt entgegenleben sondern alle Möglichkeiten in diesem Leben auszuschöpfen um unsere geistigen Organe zu entwickeln. Der Tod wird dann als eine Geburt in eine Welt hinein erfahren, die an Schönheit und Vielfalt all unsere Vorstellungen übersteigt.

Zum Abschluß möchte ich aus einer pädagogischen Schrift zitieren, in der die Entwicklung von Babys beschrieben wird: Dieses Bild, das hier verwendet wird, kann zwar nicht 1:1 auf das oben Besprochene umgelegt werden, ist aber doch sehr anschaulich und regt zum Nachdenken an:

Es heißt da:
Das Baby durchläuft in seiner Entwicklung nacheinander jede einzelne seiner Welten, ohne jedoch die vorausgegangenen Welten völlig hinter sich zu lassen. Eine neue Welt ersetzt niemals diejenigen, die vorausgingen, sondern bereichert und ergänzt sie. Ein Beispiel aus der Welt der Musik kann uns dies verdeutlichen: In der Musik verändert sich die Klangfarbe eines Tones sofort, sobald eine zweite Note hinzutritt, und zwar nur aufgrund dieser anderen Note. Nach diesem Prinzip ergänzt nicht nur jede Welt die frühere, sondern verwandelt sie zugleich.


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